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Landestheater Linz

Ein etwas anderer Theaterbesuch!

Wir wurden am Mo. 23. Nov. persönlich am Eingang der Kammerspiele vom technischen Leiter des Landestheaters Linz Philipp Olbeter empfangen. Eine kleine, feine Gruppe machte sich auf, in das Innenleben eines Theaters zu blicken. Herr Olbeter erzählte uns aus seiner über 30 Jahren Erfahrung als Theatermeister und technischer Leiter unterschiedlichster Theaterbühnen und Theaterproduktionen. So erfuhren wir, dass die Österreicher wieder mal „anders“ als die Deutschen sind – wir brauchen eine Drehbühne, die Deutschen nicht.

Seit 15 Jahren ist Herr Olbeter nun in Linz und wir konnten hautnah erleben, wie es vor einer Produktion (in diesem Fall der Oper Hoffmanns Erzählungen) zugeht. Über 170 Künstler zählt das Theater, die 110 MusikerInnen mal nicht mitgezählt, insgesamt 500 MitarbeiterInnen Die sind von 6 bis 23 Uhr unterwegs, damit am Abend für die ZuseherInnen dann wirklich alles klappt. Wir lernten sogar den Intendanten Rainer Mennicken kennen, der uns von seinen vielfältigen Aufgaben erzählte. Unter anderem darüber, wie er sich die Stückaufteilung zwischen Landestheater und dem neuen Musiktheater vorstellt – eine bunte Mischung soll es werden, keine Spezialisierung der jeweiligen Häuser ... aber bis dahin ist es ja noch ein wenig hin.

Die Bühne im Großen Haus konnten wir betreten, den Zuschauerraum mal von der anderen Seite sehen – noch dazu, wo sich der Architekt Holzmeister eine ganz eigenartige Form für diesen Raum ausgedacht hat, eher zum Leidwesen der Zuseher, die nicht ganz auf die Bühne blicken können. Wir wanderten weiter im Inneres des Landestheaters, welches uns immer größer zu werden schien, so viele Räume, Gänge, Lagerhallen und Werkstätten – auch wenn wir nur einen kleinen Teil besichtigen konnten. Alles schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber deswegen nicht weniger interessant.

Die eineinhalb Stunden vergingen wie im Flug, die Begeisterung mit der Herr Olbeter „sein“ Theater vorstellte zog uns in ihren Bann. Aber jedes Stück ist einmal zu Ende ... und für die Nachbesprechung in der Bar nebenan muss ja auch noch Zeit sein.

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