Frauenpower in den Führungsebenen

Frauen an die Macht heißt es bei AIESEC in Österreich. Bei der österreichischen Zweigstelle der weltweit größten, von Studierenden geführten Organisation, sind dieses Jahr die höchsten Führungspositionen ausschließlich von Frauen besetzt.

Anlässlich des Anlässlich des Weltfrauentages 2015 erzählen sie von ihren Erlebnissen.

BoP

Sie sind junge Frauen – keine von ihnen ist älter als 25 Jahre. Was sie gemeinsam haben ist der Wunsch zu lernen, sich weiterzuentwickeln und stets neue Erfahrungen zu sammeln. Die internationale Studierendenorganisation AIESEC bietet ihnen genau diese Möglichkeit: sie unterstützt junge Menschen während ihrer Studienzeit dabei sich persönlich und professionell weiterzuentwickeln und mehr aus ihrem Potential zu machen. Im Laufe von mittlerweile über 60 Jahren wurde AIESEC so zu einer der führenden Organisation für Youth Leadership.

Dieses Jahr sind es 9 Frauen, die in ihren Positionen als Vereinsvorsitzende maßgeblich an der Entwicklung von AIESEC in Österreich und seinen Mitgliedern beteiligt sind und sind dabei für 20 bis 100 junge Menschen verantwortlich, mit denen sie gemeinsam dieses Ziel erreichen wollen.

Ihre Rolle ist vielseitig: Sie sind Manager, Teamleiter, Vortragende, Freunde und Leader. Es sind jeden Tag neue Herausforderungen, die sie bewältigen müssen. Sie kennen die Statistiken über schlechtere Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt, haben von der Gläsernen Decke gehört, die Frauen den Aufstieg am Arbeitsmarkt verwehrt. Sie wurden selbst schon mit Vorurteilen über Frauen in Führungspositionen konfrontiert.

Nichts von alldem hält sie jedoch davon ab, sich hohe Ziele zu setzen und sich der Herausforderung zu stellen. Von ihren bisherigen Erlebnissen gibt es hier einige Auszüge:

Wer sie sind und was sie bewegt:

Magdalena Prieler

Als Studierende der WU Wien habe ich mich vor über einem Jahr dazu entschieden, an der Technischen Universität Wien ein eigenes AIESEC Komitee zu gründen. Das erste an einer technischen Uni in Österreich. Mittlerweile sind wir rund 20 TechnikerInnen aus den verschiedensten Feldern und zeigen, das technische Studierende sehr wohl auch an Themen wie der internationalen Verständigung, sozialem Engagement und Leadership interessiert sind. Nach meinem Studium möchte ich als Fellow bei Teach for Austria SchülerInnen in den herausforderndsten Schulen Österreichs unterrichten und mich in meiner Zukunft für ein Schulsystem mit mehr Chancengleichheit einsetzen.

Magdalena PrielerMagdalena Prieler, 21 Jahre alt, kommt aus Linz und studiert Internationale Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien.
Julia Wurnitsch

Mein Jahr als Lokalkomitee Präsidentin war eine große Herausforderung, nicht nur aufgrund der neuen Aufgaben und Verantwortungen, sondern auch aufgrund der Fluktuation im Vorstand und unter den Mitgliedern. Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen, die Personen, die das ganze Jahr mit mir gearbeitet haben, haben einen großen Entwicklungssprung gemacht und haben, so wie ich, viel professionelles Wissen aber auch Emotionale Intelligenz erlangt. Am Ende meiner Amtszeit bleibt nur noch eines zu sagen: es war alles Wert, denn diese Zeit hat mich und meine KollegInnen zu den Menschen gemacht, die wir heute sind und ich bin stolz darauf! Meine Zukunft sieht folgendermaßen aus: nach meinem Studium werde ich mindestens für ein Jahr ins Ausland gehen und die Möglichkeiten, die AIESEC mir bietet ausnutzen: sei es in einer internationalen Firma im HR-Bereich oder in einem nationalen Vorstand von AIESEC arbeiten. Danach möchte ich mit einer Kollegin, die ich durch AIESEC kennen gelernt habe, ein Unternehmen gründen, am liebsten im NGO-Bereich, denn ich will auch weiterhin zu einer besseren Gesellschaft und zu einer besseren Welt beitragen.

Julia WurnitschJulia Wurnitsch, 23 Jahre alt, kommt aus Deutschlandsberg und studiert, lebt und arbeitet seit 3 Jahren in Linz.
Raffaela Reindl

Für mich war es sehr spannend zu sehen, wie man als Führungsperson die Richtung eines Teams beeinflussen kann, besonders auf einer persönlichen Ebene. Wie balanciert man eine gute Teamerfahrung und Performance? Dieses Jahr war eine große Herausforderung für mich und ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen die ich machen konnte. In Zukunft möchte ich gerne im Bildungsbereich arbeiten und Kindern helfen ihren Berufsweg zu finden. Ich denke, es ist sehr wichtig, dass Kinder oder junge Erwachsene wissen, wo ihre Stärken liegen und was ihnen im Leben wichtig ist damit sie herausfinden können, welcher Beruf das so gut wie möglich verbindet. Mir hat diese Beratung als Jugendliche gefehlt und da ich sie später in AIESEC bekommen habe, habe ich erkannt, wie notwendig sie für eine Berufsplanung in jüngeren Jahren wäre.

Raffaela ReindlRaffaela Reindl, 22 Jahre alt, kommt aus Bruck an der Mur/Steiermark und studiert Umweltsystemwissenschaften mit Schwerpunkt Geographie.
Cristina Soreanu

Die Rolle des Landesvorstandes einer Organisation ist bestimmt mit einer großen Verantwortung verbunden, aber sie lehrt einem auch sich selbst und andere in schwierigen Situationen zu führen. Ich bin überzeugt, dass diese Rolle mich für die verschiedensten Problemstellungen einer Führungsposition bestmöglich vorbereitet hat. Die wertvollste Lektion die ich, als Frau an der Spitze der Organisation, gelernt habe ist wie man stark bleiben kann und sich gleichzeitig anderen öffnet. Ich kann nur hoffen, dass mehr junge Frauen die Möglichkeit wahrnehmen und sich in Führungspositionen verwirklichen. Ich selbst habe ein klar definiertes Ziel, welches mich in meinen nächsten Schritten leiten wird: Ich möchte Orte schaffen, an denen Menschen wirklich genießen können was sie tun, Arbeitsplätze an denen Menschen ihr Potential voll ausschöpfen können, um das Bestmögliche zu erreichen. Aus diesem Grund denke ich über eine Karriere in einer Personalabteilung nach, aber auch beratende Tätigkeiten oder mein eigenes Start-up sind nicht völlig ausgeschlossen.

Cristina SoreanuCristina Soreanu, 24 Jahre alt, kommt aus Krajowa und hat Psychologie in Rumänien studiert.
Theresa Stadler

Mein Jahr als Präsidentin von AIESEC an der WU Wien gleicht einer Hochschaubahn. Ich war zuständig für ein 7-köpfiges Team mit dem ich gemeinsam ein Komitee von ca. 100 Studierenden geführt habe. Jeden Tag habe ich gelernt was es heißt Verantwortung zu übernehmen und für das Lernen, die Entwicklung und die Performance anderer zuständig zu sein. Als Präsidentin war es außerdem meine Verantwortung mein Komitee in dem globalen AIESEC Netzwerk auf Konferenzen (z.B. in Taiwan oder Griechenland) zu repräsentieren. Dies gab mir die Chance Menschen aus aller Welt mit unterschiedlichen Kulturen kennenzulernen. Mein Traum für die Zukunft ist es eine globale Organisation zu gründen, die bestehende Bildungsplattformen und -tools vernetzt und Teilen der Welt zugänglich macht, in denen Bildung aus System- und finanziellen Gründen schwer zu erlangen ist. Bevor es soweit kommt möchte ich allerdings Erfahrung in internationalen Organisationen/Unternehmen – z.B. bei der UNO – und Gründererfahrung sammeln.

Theresa StadlerTheresa Stadler, 22 Jahre alt, kommt aus Wien und studiert an der Wirtschaftsuniversität Wien.

AIESEC (Association internationale des étudiants en sciences économiques et commerciales) ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die junge Menschen dabei unterstützt sich während ihrer Studienzeit persönlich und professionell weiterzuentwickeln.

Seit über 60 Jahren ermutigt AIESEC Jugendliche dazu, sich selbst herauszufordern und mehr aus ihrem Potential zu machen und wurde so zur führenden Organisation für Youth Leadership.

Mit mehr als 86.000 Mitgliedern in über 128 Ländern und Territorien weltweit sind wir die größte von Studierenden geführte Organisation der Welt!

AIESEC in Österreich ist in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck und Liechtenstein mit lokalen Gruppen vertreten.

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