Leadership in Zeiten von Corona

Die letzten Wochen haben viele plötzliche Veränderungen mit sich gebracht. COVID-19 hat sich auch in Österreich immer schneller ausgebreitet. Seit dem 16. März herrschen in Österreich Ausgangsbeschränkungen, die die Ausbreitung des Virus verlangsamen und eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern sollen: Das Haus verlassen wir nur noch zum Arbeiten, Einkaufen, um anderen zu helfen. Bewegung an der frischen Luft ist zwar erlaubt, allerdings nur alleine oder mit den Personen aus dem eigenen Haushalt. Für viele bedeutet die derzeitige Situation eine komplette Umstellung ihres Lebensstils: Arbeit im Homeoffice, keine Treffen mit Freunden, nicht mehr auswärts essen, die ganze Familie ist ständig zu Hause… Ich übertreibe wohl nicht, wenn ich sage, dass diese Situation jeden auf eine bestimmte Art und Weise herausfordert. Und gerade deswegen ist Leadership, wie ich ihn durch AIESEC kennen gelernt habe, in dieser Zeit so wichtig!

#WorldCitizen

Am 11. März wurde COVID-19 von der WHO zu einer Pandemie erklärt, d. h. es handelt sich ganz offiziell um ein globales Phänomen. Um die Lage in deinem Heimatland richtig einschätzen zu können, musst du dich daher über das Geschehen auf der ganzen Welt informieren. So kannst du zeigen, dass du ein World Citizen bist:

  • Informiere dich über die aktuelle Lage auf seriösen nationalen und internationalen Nachrichtenkanäle (Internet, Radio, Fernsehen…).
  • Hinterfrage alle Informationen kritisch und nimm dich vor Fake News in Acht.
  • Überprüfe Informationen, in dem du verschiedene Quellen und Medien zu Rate ziehst.

#EmpoweringOthers

Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig für andere dazusein. Trotz Ausgangsbeschränkung haben wird dank neuer Medien etliche Möglichkeiten miteinander in Kontakt zu treten und uns gegenseitig aufzumuntern. Geh auf die Gefühle der anderen ein, aber vermeide es negative Stimmung zu verbreiten und zeig, dass du das Zeug dazu hast, andere zu empowern:

  •  Telefoniere regelmäßig mit Menschen, die dir nahe stehen.
  • Melde dich auch mal denjenigen, von denen du schon lange nichts mehr gehört hast.
  •  Denke vor allem an ältere oder alleinstehende Personen und lass sie wissen, dass du für sie da bist..

#SolutionOriented

Besondere Herausforderungen, erfordern besondere Maßnahmen! Für viele ist es ungewohnt, den ganzen Tag zu Hause zu verbringen und keine strikte Trennung zwischen Freizeit und Arbeit zu haben. Sei kreativ, um dich an die neue Situation anzupassen und konzentriere dich auf die positiven Seiten von Homeoffice & Co.

  •  Du kannst deine Routine nach deinen individuellen Bedürfnissen gestalten.
  • Finde heraus, wobei du dich am besten erholen kannst und plane genug Pausen zwischen Arbeitseinheiten ein.
  • Achte auf genug Bewegung, vom online Coach über eine sportliche WG-Challenge bis hin zu einer Runde um den Häuserblock hast du auch hier die verschiedensten Möglichkeiten.

#SelfAware

Es ist ganz natürlich, dass in unsicheren Zeiten nicht immer alles wie am Schnürchen läuft. Wir verbringen einen Großteil unseres Tages zu Hause und vermissen unsere sozialen Kontakte. Vielleicht kommt es auch durch das Zusammenleben mit anderen zu angespannten Situationen, denen man zurzeit nur schwer entkommen kann. Deswegen ist es wichtig, dass du dir Zeit für dich selber nimmst, denn nur wenn du verstehst, was in dir vorgeht, kannst du negativen Gefühlen und deren Folgen entgegenwirken.

  • Nimm die Zeit dafür, über dich und dein Leben nachzudenken – meditiere, schreibe ein Tagebuch oder ähnliches.
  • Kommuniziere deine Gefühle nach außen – lasse vor allem die Menschen, mit denen du zusammen wohnst, wissen, was in dir vorgeht.
  • Setze klare Grenzen – schalte dein Handy aus oder mach die Tür zu, wenn es dir zu viel wird.  

 

Verfasst von Hanna Gsell